Pressemitteilung

Ärzte und Psychotherapeuten fordern sofortig Abschaffung der Budgets !

Aktionswoche mit Praxisschließungen in Ostdeutschland

Potsdam, 12. Januar 2001. Die umgehende Angleichung der finanziellen Mittel für die ambulante medizinische Versorgung in Ostdeutschland sowie die sofortige Aufhebung der patientenfeindlichen Arznei- und Heilmittelbudgets fordert der heute in Potsdam gegründete "Aktionsrat der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten Ostdeutschlands". Das Gremium kündigte zugleich eine Aktionswoche mit Praxisschließungen an.

Die Proteste sollen vom 26. bis 30. März in allen neuen Bundesländern und Berlin stattfinden, um den Forderungen der Ärzteschaft Nachdruck zu verleihen. Ärzte und Psychotherapeuten sind nicht länger bereit, für die verfehlte Gesundheitspolitik der Bundesregierung der Sündenbock zu sein.

Der Aktionsrat appelliert an die neue Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, unverzüglich Lösungsangebote zu unterbreiten. Ansonsten können Qualität und Sicherstellung der ambulanten Versorgung zukünftig nicht mehr gewährleistet werden. Schon jetzt stehen zahlreiche Praxen in Ostdeutschland vor dem Ruin. Bei der Versorgung mit Arznei- und Heilmitteln ist Rationierung für die Patienten bereits spürbar.

Dem Aktionsrat gehören Vertreter der Berufsverbände von Fachärzten, Hausärzten und Psychotherapeuten Ostdeutschlands an.

Für die Redaktionen:

Wenn Sie weitere Informationen wünschen, wenden Sie sich bitte an

Prof. Dr. Martin Link, Sprecher des Aktionsrates der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten in Ostdeutschland, Tel.: 0351/880 43 18,

oder an

Dr. Anton Rouwen, Sprecher des Aktionsrates der Berliner Kassenärzte,

Tel.: 030/78 52 075, Handy (0171) 522 67 62.